Da ist
sie. Sie sitzt allein und schaut auf ein Blattpapier. Dunkle, unordentliche
Haare. Sie trägt Kopfhörer, vielleicht um ihr mentales Chaosnicht entweichen zu
lassen. Oder es ist nur ein Soundtrack für ihre eigene Welt.
Ich komme näher und ich sehe kein
Wort auf dem Papier. Es ist komplett voll mit Strichen. Es ist so komplex, dass
zuerst nichts verständlich scheint. Aber, wenn man nah dran steht, sieht man
etwas, das aussieht wie eine Millionen Vögel, die durch das Blattpapier
fliegen. Ein Photo ihrer Gedanken.
Ein unaufmerksamer Mann kommt und stolpert
auf ihren Tisch und ein Bleistift fällt auf den Boden. Er hebt den Bleistift auf
und entschuldigt sich. Sie hört nichts und sieht nichts, als gäbe es eine
duchsichtige Wand zwischen ihr und den Anderen. Sie sitzt und niemand sieht sie
oder spricht mit ihr. In ihrer Seifeblase ist sie für die meisten ein Geist,
aber perfektes Chaos für die richtigen Augen.
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